Geschichte

Schon im 17. Jahrhundert zählte die Oberlößnitz mit der kurfürstlichen Weingutanlage Hoflößnitz und den umliegenden Weinbergshäusern zu den herausragenden Weinbergslagen in Dresdens Umgebung.

Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das an der damaligen mittleren Bergstraße gelegene einfache Winzerhaus mit Kellergewölbe zu dem heute noch beeindruckenden Dreiseitenhof umgestaltet. Das Winzerhaus wurde verlängert über einem zusätzlich geschaffenen Tonnengewölbe, welches an die ältere Tonne anschließt und unser heutiger Verkostungskeller der hauseigenen Weine ist. Die illusionistische Malerei am Winzerhaus haben wir nach intensiver Befundanalyse im Jahr 2006 rekonstruiert. Sie zeigt die Fassadengestaltung nach der Hauserweiterung um 1735.

Etwa zur gleichen Zeit wurde unmittelbar nebenan ein einfaches Gesindehaus errichtet, wiederum mit eigenem separatem Keller, in dem unsere Weine ausgebaut werden.

Zu den barocken Erweiterungen zählt auch der großzügige Remisenbau, der heute natürlich keine Kutschen und Pferde mehr beherbergt. Seit September 2007 laden 3 Ferienwohnungen im Dachgeschoss dazu ein, die jeweiligen Winzertätigkeiten zu den verschiedenen Jahreszeiten mitzuerleben. Im Erdgeschoss befinden sich die eigene Weinpresse sowie Maschinen und Gerätschaften zur Bewirtschaftung des Reblandes.

In der Zeit des Biedermeier, als immer mehr Bürger auch Interesse an Land- und Weinbergsbesitz vor der Stadt zeigten, wurde das heutige Herrenhaus östlich von dem Dreiseitenhof durch einen Berliner Kaufmann gebaut. Um 1885 erwarb Curt Rudolph Steinbach das Grundstück, dessen Namen es bis heute trägt. Ihm ist der heutige intime Charakter des gesamten Grundstückes Haus Steinbach zu verdanken, da er im Einvernehmen mit den Nachbarn und der Gemeinde 1898 die mittlere Bergstraße verlegen ließ, die ehedem bis zum Haus Sorgenfrei durchführend verlief.